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Steinabgüsse von römischen Denkmälern
Steinabgüsse von römischen Denkmälern
Der Ausblick aus dem LIMESEUM auf das Kastell und den Hesselberg
Der Ausblick aus dem LIMESEUM auf das Kastell und den Hesselberg
Minikastell im Römerpark Ruffenhofen
Minikastell im Römerpark Ruffenhofen
Das Limeseum - morderne Architektur für römische Geschichte
Das Limeseum - morderne Architektur für römische Geschichte

Römerpark Ruffenhofen und LIMESEUM


Östlich von Ruffenhofen (Wittelshofen) liegt auf dem Gelände des Römerkastells und einer zugehörigen Zivilsiedlung (2./3. Jahrhundert n.Chr.) der Römerpark Ruffenhofen. Die zahlreichen Informationsstellen entlang des Limes (Weltkulturerbe der UNESCO) zeigen die geschichtliche Bedeutung und Kultur auf.
Für Gruppen ab 15 Pers. und für Schulklassen können Führungen am Kastellgelände gebucht werden.

Anmeldung: Dr. Matthias Pausch, Zweckverband Römerpark Ruffenhofen,
91749 Wittelshofen, Tel. 09854/9799242 Fax 97 96 86,
info@roemerpark-ruffenhofen.de
, www.roemerpark-ruffenhofen.de, www.limeseum.de

LIMESEUM

Es ergänzt einerseits den Römerpark Ruffenhofen, informiert andererseits aber auf insgesamt über 500qm zum gesamten Limes im Landkreis. Auch das Kastell Dambach wird mit Funden und Abbildungen mehrfach thematisiert. Das Leben vor 1800 Jahren an der einstigen Grenze können Besucher am Beispiel des Soldaten December nachvollziehen.

Jörg Berghoff, Autor des Reiseführers "Lieblingsplätze im Romantischen Franken", schreibt über das LIMESEUM: "...  geblieben ist mir (aus dem Lateinunterricht) eine tief verwurzelte Zurückhaltung, wenn es um römische Geschichte geht. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätte ich den Römerpark von Ruffenhofen und das neue LIMESEUM früher kennengelernt."

Zur herausragenden Architektur gehört ein innovatives und anschauliches Museumskonzept. Mit allen Sinnen können sich die Besucher über die Römerzeit informieren, bis sie vor dem Panoramafenster einen beeindruckenden Ausblick auf den Hesselberg sowie das bepflanzte Originalkastell von Ruffenhofen bekommen.

Im Freigelände bietet der Aussichtshügel den Blick auf die tatsächlien Ausmaße des Kastells. Heckenpflanzungen symbolisieren die Mauern der Gebäude. Besonders anschaulich ist ein Modell des Kastells. Im Freigelände wird erschließen es Spazierwege und der Hesselberg thront am Horizont.

 

Limesstele bei Mönchsroth
Limesstele bei Mönchsroth

Limes Welterbe der UNESCO


Der Limes:
Über die römischen Grenze, die von etwa 100 - 260 n. Chr. unter anderem durch den südlichen Landkreis Ansbach verlief, informieren an verschiedenen Stellen Schilder. Außerdem sind u.a. in Mönchsroth steinerne Wachtürme teilweise wieder aufgebaut. Im Hinterland lagen Kastelle, in denen Soldaten stationiert waren. Deren gutes Einkommen machte sie zu attraktiven Kunden für Handwerker und Händler, die sich neben den Kastellen ansiedelten. Seit 2005 ist der Limes mit den Kastellen und Zivilsiedlungen Welterbe der UNESCO.

Römerpark Ruffenhofen,  Schulstr. 15, 91749 Wittelshofen
Tel. 09854/204 Fax 09854/979686
 info@roemerpark-ruffenhofen.de
 http://www.roemerpark-ruffenhofen.de/

 

 

Deutsche Limesstrasse
Deutsche Limesstrasse

Deutsche Limesstraße


Die Deutsche Limesstraße führt von Mönchsroth über Wilburgstetten durch das Romantische Franken.

Informationen zur Deutschen Limesstraße gibt es hier:

www.limesstrasse.de

Dambach - Ein außergewöhnliches Limeskastell


Was für eine Lage!
Das Gebiet um den Moosgraben war in der Römerzeit eine feuchte Senke. Im 19. und 20. Jh. legte man die Fischweiher an, die heute die Landschaft prägen. Auf dem trockenen Rücken im Westen stand seit dem späten 2. Jh. n. Chr. ein kleines Steinkastell mit einer Fläche von 0,97 ha. Es ist damit eine der spätesten Kastellgründungen am Limes. Im frühen 3. Jh. bekam Dambach eine neue Besatzung. Für die 500 Mann starke teilberittene Infanterieeinheit musste das Kastell auf 2,2 ha vergrößert werden. Das erklärt, warum ein Teil der zugehörigen Zivilsiedlung auf feuchtem Grund errichtet wurde.

Blüte und Zerstörung im 3. Jh. n. Chr
Nach der Ankunft der neuen Einheit erlebte das Lagerdorf eine Blüte. Sogar eine Arena wurde errichtet, die bis heute im Wald gut sichtbar ist. Eine weitere Besonderheit von Dambach ist, dass sich im feuchten Boden – im Gegensatz zu den meisten anderen Kastellen am Limes – Bauhölzer, Weihegaben und organische Alltagsgegenstände erhalten haben, die außergewöhnliche Einblicke in das Leben am Limes erlauben. Münzen und zahlreiche Metallfunde lassen vermuten, dass Kastell und Vicus 254 n. Chr. zerstört wurden.

Der Limes bei Dambach
Dambach liefert das einzige jahrgenaue Datum für den Bau der „raetischen Mauer“, das wir bisher kennen. Im feuchten Grund, in dem im 19. Jh. der Kreuthweiher angelegt wurde, errichtete man die Limesmauer auf einem Pfahlrost aus Eichenstämmen. Dies entdeckte bereits der in Dambach aufgewachsene, spätere Apotheker Wilhelm Kohl, der dort im November 1893 als Streckenkommissar der Reichs-Limeskommission Grabungen durchführte. 2008 konnten einige dieser Hölzer geborgen werden. Eine Holzaltersbestimmung ergab ein Fälldatum im Winter 206/207 n. Chr. Bei Dambach wurde die Limesmauer daher wohl im Frühjahr 207 n. Chr. gebaut.