

Mittelpunkt des Stadtkerns ist der Marktplatz, bekannt als „Festsaal Frankens". Er besticht durch seine breit hingelagerten Bürgerhäuser und die altfränkischen Fachwerkgebäude. Besonderer Anziehungspunkt des Platzes ist der 1726 erbaute Röhrenbrunnen.
An der Nordseite wird der Marktplatz von der Stiftskirche überragt. Der gotische Chor und die Sakristei der ehemaligen Klosterkirche stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Der romanische Kreuzgang an der Südseite der Stiftskirche stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist Kultur- und Theaterfreunden ein Begriff, finden doch hier im Sommer die berühmten Kreuzgangspiele mit Freilichtaufführungen von Klassikern der Weltliteratur statt. Schon fast eine Institution, die seit 1949 das Publikum begeistert. Im romanischen Kreuzgang findet man auch eine Gedenktafel für die beiden bedeutenden Hochmeister des Deutschen Ordens, Konrad und Siegfried von Feuchtwangen.
Ihre erstmalige Erwähnung fand die benachbarte Johanniskirche im Jahr 1257. Neben dem Barockaltar sind im Gewölbe des Chores Bemalungen zu sehen, die Ende des 14. Jahrhunderts entstanden sind.
In Feuchtwangen sind überregional bedeutende Museen zuhause: das Fränkische Museum, die historischen Handwerkerstuben und das einzigartige Sängermuseum.
Stadtinformation: Feuchtwangen
Jeden Sommer, seit 1949 verwandelt sich der romanische Kreuzgang im Herzen der Altstadt in einen unvergleichlichen Theaterort unter freiem Himmel. Namhafte Schauspieler spielen hier in den Sommernächten vor einem begeisterten Publikum. Die Kreuzgangspiele stehen für einfallsreiche, anspruchsvolle und engagierte Inszenierungen. Es werden drei Hauptstücke gespielt, von denen eines immer ein Kinderstück ist.
Mehr über die Kreuzgangspiele.
Wer kulinarische Köstlichkeiten liebt, findet in Feuchtwangen reichlich Auswahl. Verführerische Pralinen, handgeschöpfte Schokoladentafeln und feine Kuchen im Café am Kreuzgang und Spezialitäten aus regionalen Produkten stehen hier ganz hoch im Kurs.
In den Herbst- und Wintermonaten ist das vor allem der Karpfen, der in den zahlreichen Teichen zusammen mit andren Fischen in unserer Region wächst. Einer der kulinarischen Höhepunkte sind die alljährlich Anfang November stattfindenden Fisch- und Wildtage, bei denen sich alles um heimischen Fisch und Wild dreht. Selbstverständlich werden auch in den Sommermonaten verschiedene Fisch- und Wildgerichte angeboten.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Emmer-Schlemmer-Sommer, der während der Kreuzgangfestspiele angeboten wird. Die Feuchtwanger Gastronomen bieten in dieser Zeit kulinarische Leckerbissen, so z.B. auch Emmer-Bier, rund um das Urgetreide Emmer an. Der Emmer ist eine sehr frühe Form des heutigen Weizens und gehört zu den ältesten von Menschen kultivierten Getreidearten. Lange Zeit war er das Hauptgetreide, wurde jedoch von den ertragreicheren „Intensiv-Getreidesorten“ verdrängt. Im Feuchtwanger Land wird der Emmer, der einen hohen Anteil an Mineral- und Ballaststoffen enthält und beim Eisen, Zink und Magnesiumgehalt höhere Werte als der normale Weizen erreicht, wieder angebaut.
Die Feuchtwanger Gastronomie bietet viel Außergewöhnliches und ist dabei doch bodenständig geblieben.
Höhepunkt des Jahres ist die traditionelle Mooswiesen-Messe im September. Tausende von Besuchern bevölkern den großen Festplatz, der mit seinen zahlreichen Fahrgeschäften, Bratwurst- und Losbuden, sowie dem Bierzelt fünf Tage lang für ausgelassene Stimmung sorgt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der große Moswiesenfestzug am Sonntag, der mit herrlich geschmückten Motivwagen und fröhlich aufspielenden Musikgruppen die wechselvolle Vergangenheit Feuchtwangens Revue passieren lässt. Den Abschluss bildet das große Feuerwerk am Dienstagabend.
Bereits Ende Mai oder Anfang Juni findet das Altstadtfest statt, bei dem sich der Feuchtwanger Marktplatz wieder in den „Festsaal Franken“ verwandelt. Viel Unterhaltung und kulinarische Leckerbissen sind Markenzeichen des Festwochenendes.
Den Abschluss des Feuchtwanger Festreigens bildet der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt, der an den vier Adventswochenenden stattfindet. Durch seine einzigartige Lage auf dem Kirchplatz zwischen der Stifts- und der Johanniskirche hat er eine besondere, charakteristische Atmosphäre. Die Beleuchtung durch eine Unmenge kleiner Lichter an Tannenbäumen taucht den Kirchplatz in eine Stimmung zum Wohlfühlen, die jeden Besucher in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzt und zum Verweilen verführt.
In Feuchtwangen ist aber auch das Glück zu Hause.
Die Spielbank beeindruckt mit modernem Flair und einer breiten Palette gewinnbringender Spielarten: Roulette, Black Jack und Kleines Spiel garantieren unvergessliche Stunden der Unterhaltung.
In einem angenehmen und exklusiven Ambiente kann man im Rahmen der Reihe Casino live on stage außergewöhnliche Konzerte erleben. Das exzellente Restaurant bietet Ihnen darüber hinaus einen geschmackvollen Abend.
Information zum Angebot der Spielbank Feuchtwangen
Das Fränkische Museum Feuchtwangen ist eines der schönsten und ältesten Landschaftsmuseen in Süddeutschland. Das Leben und Wohnen in den kleinen Städten Frankens ist das Thema des Museums. Die bedeutende Volkskunstsammlung umfasst auf 2000 m² Ausstellungsfläche Möbel, Fayencen, verzierten Hausrat, Liebesgaben, Brauchtümliches und religiöse Kunst. Volkskunst hat viele Facetten: Bunt, witzig, charmant, naiv, zweideutig, derb, kunstvoll und immer originell, so präsentiert sich die materielle Hinterlassenschaft quer durch alle Bevölkerungsschichten. Der Museumskomplex, ein repräsentatives Fachwerkhaus von 1540 und ein Erweiterungsbau, wurde nach umfassenden Baumaßnahmen mit einem modernen Foyergebäude wiedereröffnet. Die neuen Ausstellungsräume bieten den passenden Rahmen für wechselnde Sonderausstellungen und für moderne Kunst. Sie sind auch für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer zugänglich. Das Foyer ermöglicht interessante Begleitveranstaltungen. Der idyllische Museumsgarten lädt zum Verweilen ein.
Eine Außenstelle des Museums sind die historischen Handwerkerstuben, die in Rahmen von Führungen ebenfalls besichtigt werden können
Das Sängermuseum ist das einzige Chormuseum Deutschlands. Seine Dauerausstellung lässt die Chorvergangenheit des 19., 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts Revue passieren. Sie versammelt Gegenstände, schriftliche Dokumente, stehende und bewegte Bilder, Töne und Textinformationen, durch die sich der Laienchorgesang als eine wichtige Domäne europäischer und deutscher Kulturgeschichte präsentiert.
In der Verbindung von materiellen Objekten, Sprache, Melodik und historischen Filmsequenzen tritt zugleich das Selbstverständnis der Singenden und ihre Ausstrahlung auf ihr gesellschaftliches Umfeld hervor. Sonderausstellungen vertiefen und erweitern die Inhalte der Dauerausstellung. Das Sängermuseum ist dem geistigen Erbe des 1945 zerstörten Deutschen Sängermuseums in Nürnberg verpflichtet. Es gehört heute zur Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens.
Sängermuseum

