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Dinkelsbühl

Geheimtipp und Zeitreiseziel

D I N K E L S B Ü H L

Ein Stadtbild wie aus dem Bilderbuch:

seit über 400 Jahren nahezu unverändert,

stattliche Kirchenbauten und reiche Fach-

werkarchitektur, stille Gassen und belebte

Plätze prägen die Altstadt. Dennoch ist

Dinkelsbühl kein Freilichtmuseum sondern

lebendige Gegenwart. Türme und Tore

umgeben eine der „am besten erhaltenen

mittelalterlichen Städte Deutschlands“.

Nicht nur die Dinkelsbühler sind dieser

Überzeugung:

so kürte ein Wochen-

magazin die Altstadt zur schönsten

überhaupt im Lande.

Ein Geheimtipp

und „Zeitreiseziel“ so die Redaktion.

Geschützt von der wehrhaften Mauer

erinnern prächtige Patrizierhäuser wie

der „Hezelhof“ und das „Deutsche Haus“

an Dinkelsbühls große Zeit im 15. und

16. Jahrhundert. Fleißige Handwerker

und blühender Handel mehrten den

Reichtum der Stadt; steinerne Zeugen

von Bürgerstolz und Glaubensstärke

sind bis heute das

gotische Münster

St. Georg

im Herzen Dinkelsbühls oder

das großzügige

Heilig-Geist-Spital

.

Jahr für Jahr genießen zahlreiche Gäste

aus aller Welt das pulsierende Flair der

Stadt im idyllischen Wörnitztal. Sie ist zu

jeder Jahreszeit außergewöhnlich reiz-

voll: in Blütenwolken gehüllt im Frühjahr,

sommerfarben bunt zur

Kinderzeche

im Juli, nostalgisch schwelgend zum

historischen Stadtfest

im September,

leuchtend golden zur

Fisch-Erntewoche

im Herbst und lichterglänzend festlich

zur

Advents- und Weihnachtszeit

.

Den Charme des Städtchens macht auch

der Spaziergang im Grünen aus – rund

um die alten Befestigungsanlagen, auf

der Suche nach dem „Mauergeist“. Im

„Haus der Geschichte – von Krieg und

Frieden“

werden 800 Jahre reichsstäd-

tischer Geschichte lebendig; in den

Gewölben im Keller führt die Dokumen-

tation über Folter und Verfolgung der

„Hexen“ zurück in die dunklen Zeiten

der Märchenstadt. Den Kontrapunkt

setzt das

Museum 3. Dimension

in der

Stadtmühle, das u.a. optische Illusi-

onen und Holografien präsentiert.

Dazu bietet das

Landestheater Dinkels-

bühl

rund ums Jahr ambitioniertes

Schauspiel und mit den Sommerfest-

spiele im Garten am Wehrgang einen

Publikumsmagneten. Die

Dinkelsbühler

Knabenkapelle

und die Berufsfach-

schule für Musik geben musikalisch

den Ton an, zahlreiche bildende

Künstler fanden und finden immer

wieder den Weg nach Dinkelsbühl.

Bei all diesem Erbe schafft Dinkelsbühl

mit ungezwungener Leichtigkeit die

Verbindung mit dem Heute: Wer hier

zu Gast ist, ist mittendrin in schöns-

tem fränkischen Lebensgefühl.

Vom fränkischen Königshof

zum Geheimtipp an der

Romantischen Straße

Der um 730 entstandene Königshof

sicherte eine wichtige Straßenkreuzung

und gilt als Ursprung Dinkelsbühls.

Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage

entwickelte sich der Ort zu einem

regen Handelsplatz.

1188 erstmals

als „burgus Tinkelsbuhel“ genannt

und im Jahr 1274 zu den Reichsstädten

gezählt, erhält die Stadt bald weitere

wichtige Privilegien, wie beispielsweise

das Recht auf ein eigenes Tuchmaß.

Das historische Festspiel „Die Kinderzeche“ findet

immer im Juli statt und zählt zu den ältesten und

farbenprächtigsten Festspielen in Deutschland. Als

1632 schwedische Heerhaufen unter dem Obristen von

Sperreuth die Stadt belagerten, war es der Sage nach

die Türmerstocher Lore, die mit den Kindern der Stadt

um Gnade flehte und die Stadt vor Plünderung und

Zerstörung rettete. Die Festwoche erstreckt sich über

10 Tage und bietet ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Die Kinderzeche

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